50 Jahre Flugplatz Grefrath Niershorst

 

 

Einige Fakten zur Entstehung

des Flugplatzes Grefrath-Niershorst


Vor 50 Jahren, am 31. Mai 1959, wurde der Flugplatz eingeweiht. Zuvor hatten die Mitglieder der Luftsportvereinigung in den Jahren 1956 bis 1959 in 9.000 Arbeitsstunden 5.000 cbm Erde bewegt, um die Start- und Landebahn mit einer Länge von 650 m zu bauen. Die Gebäude (Unterrichtsräume, Restaurant, Toiletten) wurden ebenfalls von den Mitgliedern errichtet. Das Gelände wurde durch die Luftsportvereinigung Grenzland von der Gemeinde Grefrath und dem Kreis Kempen-Krefeld gepachtet.

Da der Flugplatz bei Regen wegen Überflutung nicht genutzt werden konnte und die Mitglie-der die erforderlichen Drainagen unter der Start- und Landebahn nicht in Eigenleistung erbringen konnten, wurde seitens der Bezirksregierung Düsseldorf als Luftaufsicht vorgeschlagen, eine Gesellschaft zu gründen. Auch wurden Zuschüsse in Aussicht gestellt.

Am 26. 11. 1960 wurde die „Flugplatzgesellschaft Niershorst“ notariell errichtet mit 75 % Anteil des Kreises Kempen-Krefeld und 25 % der Gemeinde Grefrath. Aufgabe der Gesellschaft war „die Förderung des Luftsports durch Unterhaltung und Betrieb des Flugplatzes
Niershorst.“

Der Flugplatz wurde entsprechend dem heutigen Ausbau erweitert. Es wurden getrennte Landebahnen für Segelflug und Motorflug sowie asphaltierte Rollwege und ein Hubschrauberlandeplatz angelegt. Über das gesamte Gelände wurden Drainagen angelegt, die auch bei schlechtem Wetter den Flugbetrieb ermöglichen. Des weiteren wurden zwei Flugzeughallen errichtet. Am 23. 4. 1969 wurde aus dem Sonderlandeplatz ein „Verkehrslandeplatz“, der Flugzeuge bis 2.000 kg zulässt.

Nach der schlechten Haushaltslage in den 80er Jahren hatte der Kreis beschlossen, dem Flugplatz die Zuschüsse von zuletzt 68 TDM jährlich zu streichen. Damit war ein Weiterführen durch die Gesellschaft nicht mehr möglich.

Im Januar 1984 gründeten die beiden Luftsportvereine die „Flugplatzgemeinschaft Grenzland eV“ und übernahmen den Flugplatz in Eigenverantwortung. Wie schon Herr Oberkreisdirektor a.D. Rudolph H. Müller im Heimatbuch des Kreises Viersen 1997 erwähnte, „haben die Mitglieder der beiden Vereine (Segelflieger und Motorflieger) den laufenden Betrieb ebenso bewältigt wie die Instandhaltung. Dabei haben sie nicht nur viel Idealismus und Einsatzbereitschaft gezeigt. Erfreulicherweise hat es auch keine administrativen Probleme gegeben. Alle Funktionen für den Flugplatz werden ehrenamtlich und unentgeltlich wahrgenommen. Insoweit bieten die Luftsportvereine ein lobenswertes Beispiel bürgerschaftlichen Engagements.“

Flugplatz aus der Luft

Der Flugplatz Niershorst ist einer der schönsten Sportflugplätze Nordrhein-Westfalens und ein gutes Beispiel dafür, was Sportler zur Erhaltung ihrer Sportstätte auch ohne finanzielle Mittel von außen zu leisten im Stande sind. Wir hoffen, dass der Platz seinen Mitgliedern und allen interessierten Gästen auch in Zukunft erhalten bleibt.


Bernd Lohberg

 



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